{"id":446,"date":"2013-09-16T18:43:26","date_gmt":"2013-09-16T18:43:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kaktus-muenster.de\/?p=446"},"modified":"2013-09-16T18:43:26","modified_gmt":"2013-09-16T18:43:26","slug":"wahlen-fur-anfanger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kaktus-muenster.de\/?p=446","title":{"rendered":"W\u00e4hlen f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; direction: ltr; color: rgb(0, 0, 0); line-height: 115%; widows: 2; orphans: 2; }P.western { font-family: \"Calibri\",sans-serif; font-size: 11pt; }P.cjk { font-family: \"Calibri\",sans-serif; font-size: 11pt; }P.ctl { font-family: \"Calibri\",sans-serif; font-size: 11pt; }\n--><\/style>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"https:\/\/www.kaktus-muenster.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Podium1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-449\" alt=\"Podium1\" src=\"https:\/\/www.kaktus-muenster.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Podium1.jpg\" width=\"755\" height=\"234\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Montag, 16.09.2013, von Hannah und Simon.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span><b>Vertreter der Parteijugenden von Gr\u00fcnen, CDU, SPD, FDP, Linken und Piraten stellten sich am Montag den Fragen der Oberstufe des Schillergymnasiums zur Bundestagswahl 2013. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen die Themen Demokratie, Soziales, Familie und Bildung. Die kritischen Fragen der Sch\u00fcler*Innen und das engagierte Auftreten der jungen Debattierenden zeigten vor allem eines: Die \u201eJugend von heute\u201c ist sehr wohl politisch!<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Politische Podiumsdiskussionen laufen in der Regel folgenderma\u00dfen ab: F\u00fcnf grau-melierte M\u00e4nner (manchmal auch noch eine Frau) sitzen auf der B\u00fchne und kanzeln sich gegenseitig mit einge\u00fcbten Phrasen ab, das Durchschnittsalter im Raum liegt bei 52.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Organisatoren aus dem SoWi-Leistungskurs des Schillergymnasiums verpassten dem angestaubten Format in der Ausgabe zur Bundestagswahl 2013 eine Verj\u00fcngungskur und entschieden sich daf\u00fcr, ausschlie\u00dflich Parteivertreter*Innen der Jugend einzuladen. Mit dabei war auch Simon Winter (23) vom kaktus M\u00fcnster, der sich im Eins-zu-Eins-Duell mit Robert Zedlitz von den Julis vor fast 290 Sch\u00fcler*Innen schlagfertig behauptete.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">W\u00e4hrend der Diskussion in der \u201eElefantenrunde\u201c lag der Schwerpunkt auf den Themen Demokratie, Soziales, Familien und Bildung. Die klugen Fragen aus dem Publikum brachten so manchen Kandidaten ins Schwimmen. Anstatt einer klaren Position zum NSA-Skandal riet Robert Zedlitz (Julis) den Sch\u00fcler*Innen: \u201eVertraut niemandem!\u201c Ebenso wenig auskunftsreich war die Stellungnahme von Michael Kosmider (Junge Union) zum Adoptionsrecht f\u00fcr homosexuelle Paare. Man habe eben das Familienbild \u201eVater \u2013 Mutter &#8211; Kind\u201c. Simon konnte die Standpunkte des kaktus jedoch souver\u00e4n vertreten:<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Basisdemokratie st\u00e4rken!<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Themenkomplex \u201eDemokratie\u201c verwies Simon in Anbetracht des NSA-Skandals auf die Notwendigkeit des staatlichen Eingreifens. Es bed\u00fcrfe eines <i><span style=\"text-decoration: underline;\">international verbindlichen Datenschutzabkommens<\/span><\/i>. Daf\u00fcr m\u00fcsse sich die Regierung einsetzen. Medienkompetenz und Schulungen zu Schutzma\u00dfnahmen \u2013 wie sie u.a. von Maximilian van Heyden (Junge Piraten) und Robert Zedlitz (Julis) ins Feld gef\u00fchrt wurden \u2013 reichten nicht aus, da die Erfahrung gezeigt habe, dass die NSA auch verschl\u00fcsselten Mailverkehr abgeh\u00f6rt hat.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Dar\u00fcber hinaus war der junggr\u00fcne Kandidat der einzige, der die Einf\u00fchrung <i><span style=\"text-decoration: underline;\">direkter Partizipationsm\u00f6glichkeiten auf europ\u00e4ischer Ebene<\/span><\/i> (Volksentscheid) forderte und damit ein klar pro-europ\u00e4isches, zukunftsorientiertes Statement abgab, w\u00e4hrend Michael Kosmider (JU) eher das Verweilen von Kompetenzen auf nationaler Ebene propagierte.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Her mit dem Mindestlohn!<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Auf dem Bereich der Sozialpolitik konnten v.a. Fabian Bremer (Jusos), Simon und Benjamin K\u00f6rner (Linksjugend) die schwarz-gelbe Wohlf\u00fchlrhetorik \u00e0 la \u201eUns geht es gut!\u201c glaubw\u00fcrdig auseinandernehmen. Alle drei sprachen sich f\u00fcr einen <i><span style=\"text-decoration: underline;\">fl\u00e4chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn<\/span><\/i> aus \u2013 Simon erl\u00e4uterte die Vorteile des GR\u00dcNEN Konzepts: Der Mindestlohn solle im Miteinander in einer Kommission aus Arbeitgeber*Innenverb\u00e4nden, Gewerkschaften und Wissenschaft festgelegt werden, aber nicht unter 8,50\u20ac liegen. Ersteres bewirke die fachkundige und partizipative Festlegung, letzteres gebiete der \u201esolidarische und soziale Anstand\u201c. Schwarz-gelb hielt hingegen am gescheiterten Konzept branchenspezifischer Mindestl\u00f6hne fest.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Gleichstellung \u2013 jetzt!<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Zur Familienpolitik verwies Simon hartn\u00e4ckig auf die immer noch mangelnde <i><span style=\"text-decoration: underline;\">Gleichstellung Homosexueller im Adoptionsrecht<\/span><\/i>, w\u00e4hrend Michael Kosmider (JU) das ewiggestrige Familienbild der Union (heterosexuelle Beziehung mit Kind) zur Norm erkl\u00e4rte. Dar\u00fcber hinaus fanden sich sowohl im Publikum als auch unter den Diskutant*innen wenig Bef\u00fcrworter*innen f\u00fcr das Betreuungsgeld. Auch hier befand sich der JUler auf verlorenem Posten \u2013 von Volkspartei war keine Spur mehr!<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Dar\u00fcber hinaus forderte Simon die <i><span style=\"text-decoration: underline;\">Abschaffung des Ehegattensplittings<\/span><\/i>. Er bezeichnete es als \u201eextrem unpr\u00e4zises Instrument der Familienf\u00f6rderung\u201c, da es auch kinderlose Ehepaare grundlos f\u00f6rdere.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Gerechte Bildungschancen f\u00fcr alle!<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Bildungsbereich betonte Simon, dass v.a. die Durchl\u00e4ssigkeit des Schulsystems im Augenmerk der Politik liegen m\u00fcsse. Da diese momentan unzureichend gew\u00e4hrleistet werde, m\u00fcsse man das <i><span style=\"text-decoration: underline;\">dreigliedrige Schulsystem abschaffen<\/span><\/i> und den Weg zu einer <span style=\"text-decoration: underline;\"><i>inklusiven Gemeinschaftsschule<\/i><\/span> beschreiten.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Anschluss an die Podiumsdiskussion durften die Sch\u00fcler*Innen per Stimmzettel ihr Votum f\u00fcr die Parteien abgeben. F\u00fcr die Erstw\u00e4hler*Innen im Publikum war die Veranstaltung sozusagen die Generalprobe f\u00fcr die Bundestagswahl. Die Ergebnisse werden am Montag, dem 23. September bekanntgegeben.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\">Der kaktus m\u00f6chte sich ganz herzlich bei allen Teilnehmer*innen und dem Organisationsteam des Schillergymnasiums f\u00fcr die sch\u00f6ne Veranstaltung und die faire Debatte bedanken. Wir kommen gerne wieder!<br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 16.09.2013, von Hannah und Simon. Vertreter der Parteijugenden von Gr\u00fcnen, CDU, SPD, FDP, Linken und Piraten stellten sich am Montag den Fragen der Oberstufe des Schillergymnasiums zur Bundestagswahl 2013. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen die Themen Demokratie, Soziales, Familie und Bildung. 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