Bericht vom Greencamp 2009
Starten wir den diesjährigen Bericht vom Greencamp vielleicht unorthodox mal mit dem, was nicht geklappt hat: Die eingeladene Barbara Steffens, MdL, war leider kurzfristig erkrankt und auch sonst hatten wir ein wenig mit dem Terminplan unserer ReferentInnen zu kämpfen. Ebenfalls nicht geklappt hat die Mobilisierung von anderen jungen Grünen aus dem Umkreis – vielleicht hat der Wahlsommer unsere Altersgenossen zu stark geschlaucht. Und drittens: Das eigentliche Thema des Greencamps – Genderpolitik – geriet ein wenig in den Hintergrund.
Damit kommen wir zu den Dingen die geklappt haben: Obwohl sich also aus anderen junggrünen Gruppen dieses mal leider niemand zu uns verirrte waren wir alles andere als unter uns! Ebenfalls anwesend waren 27 Gäste aus Kanada und Belgien. Dementsprechend gab es dann auch viele andere Gesprächsthemen und Beschäftigungsmöglichkeiten als wir geplant hatten.
Wie war es dazu gekommen? Monate zuvor hatten wir eine Anfrage einer Organisation namens „Global Agents For Change“ erhalten, die für das erste Juliwochenende eine Unterkunft in Münster suchten – genau das Wochenende, an dem wir auch unser Greencamp geplant hatten. Die Global Agents (oder kurz GAFC) sind eine Gruppe von Spenden sammelnden RadfahrerInnen, die unter anderem auch auf einer Tour von Amsterdam bis Istanbul auf ihre Hilfsprojekte in Entwicklungsländern aufmerksam machen und dabei möglichst viel Geld sammeln wollen.
Auf dem Weg nach Istanbul kommen sie regelmäßig auch durch Münster – und dieses mal zu uns. Wir haben dann entschieden to switch the camp-language into english und stellten schon bald fest, dass wir unglaublich interessierte und engagierte Gäste hatten. Ein besonderer Glücksfall für uns, hatten wir doch schon gar nicht mehr mit den RadfahrerInnen gerechnet, wegen einer falschen Emailadresse kam nämlich zunächst lange keine Antwort vom jenseitigen Atlantik.
Unglaublich war dieses Jahr auch das Wetter – tagsüber Sonnenschein bis zum Abwinken und abends eben genau so kühl, dass mensch gut schlafen konnte. Wer denn schlafen wollte, denn das Lagerfeuer lud die ganze Nacht zum Verweilen ein. Fazit: Das Greencamp 2009 hat sich gelohnt – gerade weil alles anders lief als geplant. Wer übrigens die Menge der Spiegelstriche in diesem Artikel durchzählt kommt exakt auf die Menge der zunächst eingeplanten Veranstaltungen, die leider (größtenteils ohne unser Verschulden) ausfallen mussten. Da wir genug Ersatz auftreiben konnten sind wir trotzdem zufrieden und wünschen uns fürs nächste mal trotzdem mehr Glück!

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